Gastbeitrag von Bernhard Storath

Ohne die Menschen geht es nicht

Der Bürgermeister kann heißen, wie er will – wenn die Vereine und die Menschen in der Gemeinde nicht mit­ziehen, dann kann er allein auch nichts ausrich­ten. Das sage ich immer wieder, und dafür stehe ich.

Heuer stand in Ebensfeld das Jubiläum „600 Jahre Marktrecht“ an. Mit einem Mai- und einem Herbst­markt haben wir das ordentlich gefeiert. Die Gemeindeverwaltung übernahm die Organisation, doch ohne die Unterstützung unserer örtlichen Vereine wäre das nicht möglich gewesen.

Dasselbe gilt für die „Feierohmd undä deä Lindn“. Auch diese Veranstaltungsreihe wäre ohne die vielen helfenden Hände nicht zu stemmen.

Wir leben in einer Zeit, in der es genug gibt, was uns Sorgen macht. Krieg, Krisen und Unsicherheit gehören leider zum Alltag. Da tut es gut, wenn man sich einfach einmal treffen kann. Hier kann man den Alltag mal hinter sich lassen, miteinander reden, lachen und vielleicht auch neue Leute kennenlernen. Ohne große Verpflichtungen, einfach in geselliger Runde. Ich finde, solche Gelegenheiten brauchen wir heute mehr denn je.

Und genau da zeigt sich, was Ehrenamt ausmacht. Es geht nicht bloß darum, ein Fest auf die Beine zu stellen oder eine Aufgabe zu erledigen. Es geht darum, Menschen zusammenzubringen und dafür zu sorgen, dass unsere Marktgemeinde lebenswert bleibt. In den Vereinen, in der Nachbarschaft und bei vielen anderen Gelegenheiten wird angepackt, geholfen und Verantwortung übernommen. Oft ganz selbstverständlich und ohne großes Aufheben.

Deshalb möchte ich auch die „Aktiven Bürger Lichtenfels“ besonders erwähnen. Sie stehen dafür, dass Menschen füreinander da sind, ihre Zeit schenken und dort helfen, wo Unterstützung gebraucht wird. Sie bringen Menschen zusammen und zeigen, dass jeder etwas beitragen kann. Dieses Engagement verdient Anerkennung – und es passt genau zu dem, was eine gute Gemeinschaft ausmacht.

Mein Dank gilt allen, die sich ehrenamtlich engagieren. Ich weiß, dass das neben Beruf, Familie und Alltag nicht immer einfach ist. Umso wichtiger ist es, dass wir dieses Engagement wertschätzen und die Menschen unterstützen, die sich für andere einsetzen.

Damit unsere Gemeinschaft auch in Zukunft lebendig bleibt, wünsche ich mir, dass wir uns diese Bereitschaft zum Mitmachen bewahren. Man muss nicht immer gleich ein großes Amt übernehmen. Manchmal reicht es, eine helfende Hand zu sein oder einfach für andere da zu sein.

Denn am Ende sind es die Menschen, die eine Gemeinde ausmachen. Und wenn wir zusammenhalten und gemeinsam anpacken, können wir viel bewegen.

Dafür sage ich allen Ehrenamtlichen ein herzliches Dankeschön!

Ihr

Bernhard Storath

Erster Bürgermeister des Marktes Ebensfeld

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