Aktive Bürger Lichtenfels verabschieden Erhard Schlottermüller

Erhard Schlottermüller wollte zu seiner Verabschiedung als Projektleiter „Aktive Bürger“ keinen großen Bahnhof. Aber der Vorstand des Trägers, die „Bürgerstiftung für Jugend und Familie im Landkreis Lichtenfels“, ließ es sich doch nicht nehmen, seine verdiente Führungskraft im kleinen Kreis des Organisations-Teams noch einmal zu würdigen.

Landrat Christian Meißner als Vorstandsvorsitzender der Stiftung und sein Stellvertreter Stefan Klaus erinnerten daran, dass die Aktiven Bürger als „Marktplatz für das Ehrenamt“ fast auf den Tag genau vor 15 Jahren ins Leben gerufen worden waren. Schlottermüller war damals mit einem kleinen Team an Gleichgesinnten der Hauptinitiator. Durch großes Engagement, frische Ideen und persönliches Geschick gelang es ihm, die Gruppe auf- und auszubauen. So bringen sich heute 450 Ehrenamtliche auf verschiedenen Tätigkeitsfeldern für das gemeinsame Motto ein, etwas für die Lebensqualität am Obermain zu tun.

Die dabei jährlich rund 20 000 ehrenamtlich erbrachten Stunden kommen Kindergärten und Schulen, Behinderten- und Senioreneinrichtungen, der Integration von neuen Bürgern und den Tafeln zugute.

Besonders hob Christian Meißner hervor, dass die Aktiven Bürger den Trend erkannt hatten, dass ein steigender Anteil von Bürgerinnen und Bürgern flexible, individuell ausgestaltete Möglichkeiten ehrenamtlichen Engagements suche. Lobend erwähnte er auch, dass die Aktiven Bürger ihre unvermeidlichen Kosten geringhielten und sich – ohne nennenswerte öffentliche Mittel – über Ausschüttungen der Bürgerstiftung und Spenden von Unternehmen und Privaten selbst finanzierten.

Zusammenfassend zollten die Stiftungsvorstände dem Geehrten großen Respekt für diese großartige Entwicklung. Damit habe er zusammen mit dem gesamten Aktive-Bürger-Team für den Landkreis viel bewegt. Blumen und ein Konzertgutschein waren äußeres Zeichen der Anerkennung.

Erhard Schlottermüller dankte dafür und vor allem für die stets partnerschaftliche Zusammenarbeit und Unterstützung. Anfangs habe es zwar spürbare Skepsis über die Erfolgsaussichten und auch viele Grundsatzdiskussionen gegeben, aber nie Streit. Immer wieder in den 15 Jahren konnten über das Organisationsteam sowie die Anlaufstelle im Büro engagierte Mitmenschen ihre Ideen und Stärken einbringen, was sicher ein Erfolgsgeheimnis der Aktiven Bürger darstellt.

Auch im Obermain-Tagblatt

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