Lesepaten

Aktionen der Lesepaten

So werden Kinder „Lese-Agent“

Dank an unsere Ehrenamtlichen, Partnerorganisationen und Förderer

Was steckt dahinter, wenn 20 Viertklässle­rinnen und Viertklässler eine volle Stunde weitgehend konzentriert an PC-Bildschirmen arbeiten, um zu sieben gar nicht so einfachen Aufgaben zu recherchieren? Kurz: Sie wollen viel über Lesen und Bücher erfahren und sich als „Leseagent“ qualifizieren. Stadtbücherei, Klassenlehrerin und Ehrenamtliche der Aktiven Bürger helfen ihnen dabei.

Was ist der Rahmen?

Die Stadtbücherei Lichtenfels hat unter Leitung von Christine Wittenbauer ein mehr­stufiges Programm für Grundschulklassen im Stadtgebiet entwickelt:

Was ist Demokratie und wie viele Kinder haben keine Schuhe?

Autorin: Jutta Vogel, Fotos: Tatjana Zolotar

Mit diesen Fragen setzte sich eine Fortbildung auseinander, die am 24. Okt. im Mehr­generatio­nenhaus in Michelau stattfand und die viele Akteure im Rahmen des Projektes „Demokratie lesen“ zusammenbrachte. Es handelt sich hier­bei um eine Initiative der Partnerschaft für Demo­kratie im Landkreis Lichtenfels im Rah­men des Bundesprogramms „Demokratie leben!“. (Siehe Infokasten)

Um erste Erfahrungen zu sammeln, wurde die Grundschule Schney als Pilotschule ausgewählt und in Zusammenarbeit mit dem BRK-Mehrgenerationenhaus, ehren­­amtlichen Lesehelfern und Lesehelferinnen der Aktiven Bürger sowie Moderatorin Iris Birger, angehende Fachkraft für Lese- und Literaturpädagogik, eine erste Fortbildung durchgeführt. Eine Auftaktveranstaltung zum Projekt fand mit den beteiligten Institutionen schon im vergangenen Juli in der Grundschule Schney statt. Doch nun sollte es unter Iris Birger in die aktive Phase gehen.

Jasmin Hofmann – Grundschule Seubelsdorf

Die Grundschule im Lichtenfelser Stadtteil Seubelsdorf gehört zu den kleineren Schulen im Landkreis, aber in vielerlei Hinsicht kann man sie zu den „Großen“ zählen – zum Beispiel in der Leseförderung. Ein Geheimnis ihres Erfolgs ist das Zusammenwirken der hauptamtlichen Lehrkräfte mit Ehrenamtlichen der „Aktiven Bürger“.

Hier ein kleiner Blick hinter die Kulissen – gesammelt im Gespräch mit Sandy Nicodemus, Lehrerin und eine von drei „Lesebeauftragten“ der Volksschulen im Landkreis, sowie mit Jasmin Hofmann, die seit einem Jahr ehrenamtlich für die „Aktiven Bürger“ die Schulbibliothek betreut.

Gertraud Dorsch

„Ich bringe mich ein, weil es Spaß und Freude macht, Zeit sinnvoll zu nutzen. Wer rastet, der rostet.“

Gertraud Dorsch
96215 Lichtenfels

Tel. 09571 7584793

„Lesepaten“ in den Kindergärten

(Vor-)Lesen ist ein wichtiger Schlüssel zur Bildung von Kindern im Vorschul- und Grundschulalter und damit eine wichtige Grundlage für eine funktionierende Gesellschaft. Kinder, denen viel vorgelesen wird, lernen später auch leichter lesen und schreiben. (Vor-)Lesen fördert unter anderem soziale Kompetenzen, die Fantasie und das Sprachbewusstsein.

Trotzdem lesen rund 30 Prozent der Eltern ihren Kindern nicht regelmäßig vor, wie die Stiftung Lesen in ihrer Vorlesestudie feststellte. In der Folge kann man in der Schule ein hohes Defizit bei der Lesekompetenz feststellen. Im Kindergarten und in der Grundschule können ehrenamtliche (Vor-) Lesepatinnen und (Vor-) Lesepaten einen wichtigen Beitrag leisten.

Jutta Vogel

„Ich engagiere mich, weil ich Optimist bin und glaube, dass man mit kleinen Schritten Großes im Landkreis bewirken kann.“

Jutta Vogel
Berglein 27
96275 Marktzeuln

Tel. 09574 650626

Jutta Vogel ist Diplom-Übersetzerin für Französisch und Spanisch und als Lehrkraft für Französisch und Spanisch am Gymnasium Burgkunstadt tätig. Sie ist Gründungsmitglied der Aktiven Bürger und kümmert sich um das Projekt Lese­paten an Schulen. Weiterhin engagiert sie sich ehrenamtlich als Mitglied im Beirat des TSV Marktzeuln.

Leselernhelfer in den Schulen

Die Lesekompetenz ist eine wichtige Schlüssel­qualifikation für das spätere Leben. Wer lesen kann, hat Zugang zur Bildung und hat damit Chancen auf den beruflichen Erfolg. Studien zeigen, dass ein beträchtlicher Teil der Bevöl­kerung in Deutschland nicht über die ausrei­chende Lesefähigkeit verfügt und dass die Zahl dieser Menschen zunimmt (vgl. Dr. Jörg F. Maas, Stiftung Lesen).

Aus diesem Grund sind neben zahlreichen Angeboten, die sich an erwachsene Analpha­beten richten, besonders präventive Maßnah­men notwendig, um das Problem schon an den Wurzeln anzugehen. Man muss also so früh wie möglich ansetzen, um das Lesen und Vorlesen zu fördern.